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Erotikkinos

Erotikkinos gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Formen der Erwachsenenunterhaltung. Einst waren sie ein allgegenwärtiger Bestandteil städtischer Vergnügungsviertel, vom New Yorker Times Square bis zum Pariser Pigalle, doch im Zeitalter des Streamings sind Erotikkinos weitgehend verschwunden – obwohl eine überraschend große Zahl von ihnen in ganz Europa und ausgewählten Städten weltweit weiterhin in Betrieb ist und ein Publikum bedient, das die traditionelle Rolle des Kinos sowohl als Vorführort als auch als sozialen Raum schätzt.


Die Geschichte und Kultur des Erotikkinos

Das goldene Zeitalter des Erotikkinos erstreckte sich etwa von 1970 bis 1995, als spezialisierte Kinos in westlichen Städten erotische und pornografische Filme für ein Mainstream-Publikum zeigten. Veranstaltungsorte wie das New Yorker Pussycat Theatre, die Kinos in Paris’ Pigalle und die Kinos im Amsterdamer Rotlichtviertel waren bedeutende kulturelle Institutionen. Viele historische Kinos zeichneten sich durch kunstvolle Architektur und Balkonsitze aus und spielten in der Filmgeschichte eine Rolle, die über ihre expliziten Inhalte hinausging.

Das Internetzeitalter hat dieser Branche schwer zugesetzt. Die meisten amerikanischen Erotikkinos schlossen zwischen 1995 und 2010; europäischen Kinos erging es etwas besser, doch auch sie verzeichneten einen deutlichen Rückgang. Die verbliebenen Kinos bedienen ein spezielles Publikum und dienen oft ebenso sehr als Treff- und Flirtorte wie als traditionelle Kinosäle.


Was Sie erwartet

Moderne Erotikkinos fungieren in der Regel als hybride Veranstaltungsorte. Traditionelle Filmvorführräume werden durch private Kabinen, Aufenthaltsräume und manchmal angrenzende Bars ergänzt. Das Publikum besteht meist aus Männern und umfasst Einzelbesucher, Paare, die das Angebot ausprobieren, sowie Stammgäste, die den Ort als sozialen Treffpunkt nutzen.

Die Eintrittspreise sind im Vergleich zu anderen Einrichtungen für Erwachsene moderat (in der Regel 10–25 €), und viele Kinos arbeiten mit Ganztages-Eintrittskarten. Das Angebot reicht von traditionellen heterosexuellen Erwachsenenfilmen bis hin zu speziell auf Schwule ausgerichteten Kinos, die in erster Linie als Treffpunkte dienen, wobei der Film als atmosphärische Kulisse fungiert.


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